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Idyllische Mosel

Kulturell, kulinarisch, erlebnisreich Wunderschöne 4 Tage konnten die Landfrauen aus Rudersberg vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 erleben. Schon auf der Hinfahrt begeisterte die Gruppe ein Besuch in „Europas Rosengarten“ in Zweibrücken. Auf dem Programm standen Stadtführungen in Trier, Luxemburg, Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues, Besichtigung des Cusanus-Hospitals, ein Blick auf die romantische Saarschleife, sowie eine Besichtigung des Porzellan-Erlebniszentrums Villeroy & Boch in Mettlach. Ein besonderer Höhepunkt war die Schifffahrt entlang der schönsten Strecke der Mosel von Traben-Trarbach bis nach Bernkastel-Kues entlang idyllischer Weinberg mit Steillagen.

Auch das Kulinarische kam nicht zu kurz. Eine Weinprobe in einer römischen Kelteranlage erwartete uns in den steilen Weinbergen, ein gutes Abendessen mit Weinprobe beim Weingut Hoffranzen und der schon zur Tradition gewordene Nachmittagskaffee begeisterte alle.

Ganz lustig waren auch die abendlichen Unternehmungen „Trier bei Nacht“.
Mit einem leckeren Eis oder einem guten Glas Moselwein konnte man den schönen Tag ausklingen lassen.

Die Abschluss-Einkehr bei Wimmer`s Landwirtschaft in Wiesloch übertraf alle Erwartungen. Es war ein Büfett aufgebaut, das an das Schlaraffenland im Märchen erinnerte. 

Viele Eindrücke, eine tolle Gemeinschaft und viele Bilder lassen uns zurück blicken auf eine wunderbare Reise an die Idyllische Mosel.

 

Die Tagesberichte wurden von Angelika, Petra, Sabine und Siglinde verfasst.

 

 

1. Tag - 30. Mai 2013
Rosen und Trier

Alle Fahrgäste, das Gepäck, Kaffee und Kuchen hatten im Bus Platz gefunden, als Markus Palm gegen 8.00 Uhr Rudersberg über Stuttgart und Karlsruhe in Richtung Trier verließ.
Unser erstes Ziel war in Zweibrücken der Rosengarten. Manches Gärtnerherz schlug höher über die Schönheit des Gartens. Hunderte von Rosen, Rhododendren, Sträuchern, sowie Anlagen von Sinnes- und Themengärten beeindruckten uns. Von der Pflanzung bis zur Blüte wird hier auf Nachhaltigkeit geachtet. Der Betrieb wird nach biologischen Richtlinien geführt.
Weiter ging unsere Fahrt zum nächsten Rastplatz. Ein kleiner Zwischenstopp mit Kaffee, Kuchen, Hefekranz und den schon preisgekrönten Rugele von Helene wurde eingelegt.
Gestärkt erreichten wir gegen 15.15 Uhr unser Ziel in Trier.
Von der überaus kundigen Stadtführerin Rita erfuhren wir die Stadtgeschichte über viele Jahrhunderte. Zu den Baudenkmälern u.a. die weltbekannte Porta Nigra, der Dom und viele mehr. Trier ist eine der ältesten Stadt Deutschlands und seine Bauten gehen bis zum Jahr 150 n. Chr. zurück. 14 Baudenkmäler in Trier gehören dem Unesco-Weltkulturerbe an.
Ganz spannend war auch „Trier bei Nacht“. Vieles konnte bei einem Spaziergang nochmals aus einem anderen Licht angeschaut werden und einige ließen den schönen Tag noch mit einem leckeren Eis oder einem guten Glas Moselwein ausklingen.

 

2. Tag - 31. Mai 2013
Luxemburg

Begonnen hat der Tag mit einem guten Frühstücksbuffet, so dass wir alle satt und zufrieden pünktlich im Bus waren. Nur das Regenwetter entsprach nicht unseren Wünschen. Auf der landschaftlich schönen Strecke an der Mosel entlang, fuhren wir nach Luxemburg. Während der Fahrt bekamen wir sehr viele Informationen von unserer Reiseführerin Rita. U.a. erfuhren wir einiges über die Geschichte des Großherzogtums Luxemburg und auch, warum es dort so viele Banken gibt. Nachdem wir bei der „goldenen Frau“ ausgestiegen waren, gingen wir von der Kathedrale über das Regierungsviertel bis zum „Balkon von Luxemburg“, von dort wir einen wunderschönen Blick auf die Kassamatten und die Unterstadt Grund hatten. Wieder zurück in der City hatten wir genügend Freizeit um zu Mittag zu essen. Pünktlich um 13.30 Uhr fuhren wir weiter.
Auf dem Rückweg sollte es durch die „Luxemburger Schweiz“ gehen, allerdings war dazu ein gekonntes Wendemanöver unseres Busfahrers nötig. Im Müllertal machten wir unsere Kaffeepause bei beeindruckenden Felsformationen, die wir auch zu Fuß erkunden konnten.
Bei der Weiterfahrt bekamen wir nicht nur Vorschläge für die Freizeitgestaltung in Mettlach, sondern auch Rezepte für typisch regionale Gerichte.
In Echternach besichtigten wir die Willibrordbasilika bevor wir an der Sauer entlang nach Trier fuhren.
Vom Petrisberg hatten wir  einen guten Blick von oben auf die Stadt, nur das Regenwetter trübte die Sicht.
Auf der letzten Etappe zum Hotel erheiterte Rita uns mit dem Vers von Goethe:
Wasser macht stumm, das beweisen die Fische.
Wein macht dumm, das beweisen die Herren am Tische.
Darum mische ich Wasser mit Wein,
denn ich will beides nicht sein.
Am Hotel mussten wir uns leider von Rita verabschieden.
Nach einer kurzen Freizeit trafen wir uns wieder um 18.30 Uhr im Bus und fuhren zum Abendessen mit Weinprobe nach Mehring ins Weingut Hoffranzen, wo wir freundlich begrüßte wurden.
Dort zeigte sich einmal mehr, wie verschieden die Geschmäcker sein können. Während der erste Wein von einigen als „super“ und wirklich gut angesehen wurde, erklärten andere, „der ziehe einem das Hemd in den …..“. Auch der dritte Wein wurde sehr unterschiedlich sowohl als sehr gut, aber auch als „Zuckerwasser“ bezeichnet. Gesättigt und gut gelaunt ging es dann zurück zum Hotel, wo wir genau um 22.22 Uhr ankamen und ob man nun müde ins Zimmer oder doch lieb er zum Ausklang eines interessanten Tages an die Bar ging, blieb jedem selbst überlassen.

 

3. Tag  1. Juni 2013
Entlang der idyllischen Mosel

 

Gut gesättigt vom reichhaltigen Frühstücksbüfett starteten wir pünktlich um 9.00 Uhr zur Fahrt entlang der idyllischen Mosel. Heute hatten wir einen netten jungen Mann als Reiseleiter – Sebastian Quint.

Vor der Idylle auf der Fahrt nach Traben-Trarbach kam zuerst einmal Geologie:
Hier ist das Mosel–Saar-Ruwer-Weinbaugebiet, rötlicher Sandstein – später kommt dann schwarzer Schiefer. Großer Hafen in Trier – Beladung für Frachtschiffe – Düngemittel Baustoffe, Mineralöl.  Die Brücke führt in 8 Minuten nach Luxemburg. Die Mosel hat zahlreiche Schleifen und 50 Brücken. Sie mündet  in Koblenz in den Rhein. Der Ursprung ist in den Vogesen. Im schmaleren Tal gibt es von früher her noch Fährtürme. Die Eifel ist eine Vulkanlandschaft. Durchschnittliche Höhe 450 m ü.d.M. sehr niederschlagsreich – der Niederschlag wird durch das Basaltgestein gefiltert, ergibt sehr  sauberes Wasser – Gerolsteiner Wasser wird dort produziert.
Der Hunsrück ist rheinisches Schiefergebirge.
Wir kommen an einer der größten Baustellen Deutschlands vorbei: Hochmoselübergang – Verbindungsautobahn Nord-Süd die A 61. Die Brücke wird 165 hoch über die Mosel – wird 2016 fertig.
Landschaftlich sehr schön, viel grün – kaum Bevölkerungsdichte und was auffällt viel wilder gelber Ginster – hat aber viele Zecken.

Unser Reiseleiter erzählt uns von dem Jagdgebiet und Ferienanlagen für Holländer am Monte Royal - passend dazu hoppeln 3 Hasen über die Wiese.

Traben-Trarbach - da fängt dann die Idylle an:
Eine schöne Stadt mit Jugendstilvillen von Bruno Mering. Vom französischen Sonnenkönig einst gegründet war sie um das Jahr 1900 eine der reichsten Städte. In dieser Zeit gehörte sie zu Preußen. Die erste Truppe unserer Gruppe hatte das Glück, einen kurzen Blick in den ehemaligen Fischladen mit Jugendstilkacheln an den Wänden und Decke zu werfen. Es war noch die orginale Einrichtung.

Nach diesem kurzen Rundgang gingen wir an Bord unseres Schiffes „Kröver Reich“. Es folgte eine 2 stündige Fahrt nach Bernkastel-Kues mit einem Schleusengang bei Zeltingen und einem kleinen Mittagessen – entweder selbstgemachte Gulaschsuppe oder Pfälzer Kartoffelsalat mit Wurst. Unsere Ausstiegsanlegestelle war Kues. Auf direktem Weg gingen wir zum Cusanus-Hospital. Wurde 1458 von Nikolaus von Kues für 33 arme, bedüftige Männer gegründet. Später dann auch für Frauen. Heute wird es als Altenheim geführt. Nikolaus war Wissenschaftler und Geistlicher, ein Freund der Armen. Er hat die größte Sammlung alter Bücher aus der Zeit vom  9. bis 15. Jahrhundet. Er erfand auch ein Tischspiel – vom Chaos zum Mittelpunkt.

Anschließend ging`s über die Brücke zu der tollen Fachwerkstadt Bernkastel – enge romantische und verwinkelte Gassen.

Nach einem Rundgang mit unserem Reiseleiter fuhren wir mit dem Bus in die Weinberge Brauneberger Jüffer zu einer römischen Kelteranlage mit einer 3-er Weinprobe: 1. Moseco, 2. Rotling (Riesling und Dornfelder Cuveé), 3. Riesling Spätlese 20 Jahre haltbar.

Man brauchte den ganzen Tag keinen Schirm – denn es war trocken. Es wurde zusehends wärmer und siehe da, nach einer kurzen Fahrt durchs Moseltal mit steilen Weinbergen bis zum Panoramablick über Piesport und Moselschleifen kam endlich die Sonne passend zu unserer Kaffeepause. Mit frisch gebrühtem Kaffee verwöhnte uns unserem Chauffeur Markus, bevor die Rückfahrt nach Trier angetreten wurde.

 

 

Letzter Tag  2. Juni 2013
Porzellan und Heimreise

 

Fast pünktlich (9.07 Uhr) bei 12 Grad Außentemperatur, aber man bemerke bei „Sonnenschein“ und fast wolkenlosem Himmel verließen wir unser Hotel  „Altstadt-Hotel“ in Trier. Über Konz und Saarburg in Richtung Saarbrücken ging unsere Fahrt nach Mettlach. Unterwegs konnten wir uns schon an Hand von Prospekten der Firma Vogt Vorschläge für unsere nächste Landfrauenreise 2014 überlegen.

Unser erster Stopp war der Aussichtspunkt Cloef mit Blick auf die Saarschleife.
Dank unserem Fahrer Markus, der den nächstgelegenen Parkplatz angesteuert hat, hatten wir nicht  weit zu laufen und konnten den herrlichen, postkartenreifen Blick  und das auch noch bei tollstem Wetter genießen.

Hier ein kleiner Auszug aus Wikipedia:

Die Cloef ist ein felsiger Aussichtspunkt im Scheitel der Saarschleife beim Mettlacher Ortsteil Orscholz, wo eine vorspringende Felsformation aus Taunusquarzit sich bis zur Saar hinabzieht und in früherer Zeit ein Hindernis für die Schifffahrt darstellte.

Der Aussichtspunkt Cloef bietet den besten Blick auf die Saarschleife, das Wahrzeichen des Saarlandes, zu Füßen von Orscholz. Ins Rampenlicht rückt sie jeweils durch den Besuch von Staatsoberhäuptern und Politikern. Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen besuchte den Aussichtspunkt Cloef mit Blick auf die Saarschleife am 29. September 1856. Reichskanzler Adolf Hitler besichtigte sie am 16. Mai 1939. Der damalige saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine und der spätere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder ließen sich am 4. August 1997 vor dem Hintergrund der Saarschleife fotografieren. Der französische Präsident Jacques Chirac und der polnische Präsident Lech Kaczyński trafen sich unten an der Saarschleife zum Dreier-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. Dezember 2006.

Weiter ging die Fahrt dann ins nahe gelegene Mettlach zum Hauptsitz der Firma Villeroy & Boch. Schon das Gebäude ist beeindruckend; ein ehemaliges Kloster, das von den Firmeninhabern  im Jahre 1809, zunächst gegen den Protest der Bevölkerung, erworben wurde.
Ein sehr interessant gestalteter Film mit Peter Ustinov, gedreht zum 250-jährigen Bestehen der Firma, brachte uns die Firmengeschichte auf unterhaltsame Weise näher.
Im Keramikmuseum, der Erlebniswelt Tischkultur, die besonders schön und ansprechend gestaltet ist, aber auch im Infozentrum Bad, Küche, Fliesen und Wellness gab es für jeden von uns Schönes und Interessantes zu entdecken.

Anschließend hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung, die ein Teil von uns genutzt hat, sich den nebenan gelegenen Park „Alte Abtei“ anzusehen. Beeindruckend war dort der sog. Erdgeist sowie das aus 137000 Fliesen bestehende größte Keramikpuzzle der Welt. Geschaffen wurde dieses Kunstwerk von Andre Heller und Stefan Szeczesny  für die Expo 2000 in Hannover und dann im Park von Mettlach wieder aufgebaut.

Im Park befindet sich inmitten von herrlichen Bäumen auch der  „Alte Turm“; das älteste sakrale Bauwerk des Saarlandes.

Leider hatte das Outlet-Center von Villeroy und Boch erst ab 14.00 Uhr geöffnet, sodass wir leider keine Einkäufe tätigen konnten, was allerdings unseren Geldbeuteln zu Gute kam.

Unsere Fahrt ging weiter um 13.30 Uhr und alle hatten sich wieder pünktlich eingefunden. Die Temperatur war zwischenzeitlich auf 19  Grad angestiegen und wir fuhren gutgelaunt  auf der Autobahn A6 weiter, weil wir schon wussten, dass unser Fahrer Markus wieder für uns guten Kaffee zubereitet hatte. Er hatte sogar Hefe- und Nusskranz dazu besorgt, den die Landfrauenkasse dann netterweise für alle spendierte. Auf der Raststätte Homburg machten wir dann unsere schon zur Tradition gewordene Kaffeepause, die bei allen viel Anklang findet.

Unterhalten von Helene und vom Busfahrer mit netten Witzchen und  Anekdoten ging es fröhlich weiter.

Unser letzter Halt war in Wiesloch in „Wimmer’s Landwirtschaft. Dort war für uns  zum „Schlemmen“ reserviert. Das Buffet hat sicher für jeden alle Erwartungen übertroffen; das Angebot war so reichhaltig und vielfältig  und hat fast ans Schlaraffenland erinnert. Ganz nach jedem Geschmack konnte sich jeder nach Herzenslust bedienen.

So gut gestärkt haben wir auch die letzte Etappe unserer Heimreise gut überstanden
Nach netten Dankesworten für Siglinde für die wieder so tolle Organisation, auch für ihren Ehemann Karl und unseren Busfahrer Markus, aber auch vom Busfahrer und Siglinde an uns als Reisegesellschaft sind wir um 20.30 Uhr  alle gesund und wohlbehalten in Rudersberg bei der Gemeindehalle wieder angekommen und freuen uns schon auf die nächste Reise in so netter Gesellschaft.

Impressionen